CHALLENGE 2018 | 40 Tage zuckerfrei – TAG 1

„Der Mensch ist, was er isst.“ L. Feuerbach

Das neue Jahr hat begonnen und wie immer gibt es gute Vorsätze… Einer, den ich schon lange habe und jetzt umsetzen möchte, lautet: 40 Tage zuckerfrei. Warum ich das mache in den letzten Zügen der Schwangerschaft? Weil mich in den vergangenen Monaten die Disziplin verlassen hat. Angefangen hat es im Oktober mit (ich gebe zu…) köstlichen belgischen Nougatmuscheln, die wir an zwei Tagen vernichtet haben und so ging es weiter. Klar, dann kamen Geburtstage, Weihnachten, die Tage dazwischen und ich habe mich (gefühlt) hauptsächlich von Süßem ernährt. Grundsätzlich bin ich aber ein sehr sportlicher Mensch, der sich gerne gut und gesund ernährt und dieses Essverhalten hat mich selbst gestört. Man wird dann ja doch irgendwie süchtig…

Meine Gründe, 40 Tage auf Zucker zu verzichten

Zu diesem persönlichen Gefühl, dass es mich stört, kommen noch gesundheitliche Aspekte. Mein „Drittes-Trimester“-obligatorischer Zahnarztbesuch endete damit, dass ich einen neuen Termin für Februar machen musste, um meine Kauleisten röntgen zu lassen. An einigen Stellen ist schon Karies. Ich hasse Karies. Und ich pflege meine Zähne mehr als gut, trinke wenig Kaffee. Es muss also eine andere Ursache haben, dass ich SCHON WIEDER zum Zahnarzt muss.

Der zweite gesundheitliche Grund ist meine physische Verfassung. Man hört immer wieder, dass man sich nach einer Zuckerkur fitter, wacher, gesünder fühlt, besser schläft, sich besser konzentrieren kann, das Hautbild sich verbessert und auch der Darm davon profitiert. Na gut, ich gebe zu, die Schwangerschaft trägt das ihrige dazu bei 😉 aber ein Versuch ist es wert, ob es mir hilft, mich ein bisschen besser zu fühlen. Daher der Versuchsstart auch noch bevor das zweite Bubsilein da ist.

Zusammengefasst: Die 40-Tage-zuckerfrei-Challenge soll mir helfen,

  • meine Baby zu schützen (Schwangerschaftsdiabetes kann JEDER bekommen und Zucker IST einfach ungesund…)
  • meine Zähne zu schützen
  •  mein Hautbild zu verbessern
  • meine Schlafstörungen in den Griff zu bekommen
  • meine Konzentrationsfähigkeit zu steigern
  • meine Darmtätigkeit zu unterstützen (damit keine hässlichen Nachwirkungen des schwachen Beckenbodens folgen – ich sag nur Hämorriden)

Der Anspruch an diese Challenge ist nicht gerade klein, ich gebe es zu. Aber man kann ja auch mal was erwarten, wenn man schon leidet 😉

Wo ich die Infos dazu gefunden habe

Hannah Frey hat auf ihrem Blog über das Projekt sehr ausführlich geschrieben (Link) und auch einige Bücher dazu herausgebracht. Da ich nicht bei Facebook bin, werde ich ihr Angebot des Austausches nicht wahrnehmen können, aber sie schreibt sehr motivierend und gibt erste Hinweise, was man erwarten kann und warum es 40 Tage sein sollten.

Auf einer Seite der FÜR SIE (Link) habe ich dann alles Wichtige zusammengefasst gefunden und daran werde ich mich orientieren.

Hier sind also die Level*:

  • Level 1: Verzicht auf jegliche zugesetzte Zucker – also solche, die nicht von Natur aus in dem Lebensmittel enthalten sind. Aber auch der Verzehr von Obst wird auf zwei handvoll pro Tag eingeschränkt. Alkohol ist ebenfalls nicht erlaubt.
  • Level 2: außerdem Verzicht auf natürliche Zuckeraustauschstoffe wie Honig, Ahornsirup, SteviaBirkenzucker (Xylit).
  • Level 3: außerdem Verzicht auf Milchzucker (Laktose), der in Milchprodukten enthalten ist. Pflanzliche Milchalternativen wie Kokos-, Soja- oder Mandelmilch stehen weiterhin auf dem Speiseplan.
  • Level 4: außerdem Verzicht auf stärkehaltige Lebensmittel, weil Stärke sehr schnell vom Körper in Zucker umgewandelt wird. Damit fallen Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais und Kichererbsen weg.

Mein Ziel ist Level 2. In der Stillzeit werde ich voraussichtlich meinen Verzehr von Obst nicht auf zwei Handvoll beschränken können und wollen, aber das muss man dann sehen. Level 3 und 4 sind für mich ebenfalls in der Stillzeit ausgeschlossen. Ich bin gespannt, ob es trotzdem wirkt.

Warum schreibe ich dazu hier auf dem Blog?

Diese Erfahrung mit Euch zu teilen, hilft mir hoffentlich, konsequent zu sein. Ein Blog ist dann ja doch ein wenig wie ein Tagebuch und ich bin der Meinung, wer anderen von seinen Vorhaben erzählt, der hat einen anderen Anspruch daran, es auch zu schaffen. Ich habe schon öfter in der Fastenzeit auf Süßigkeiten verzichtet und festgestellt, dass es gerade in den ersten 10 Tagen echt schwer ist, den täglichen Gang zum Süßschrank zu unterbinden. Ich hoffe also auf Eure (mentale) Unterstützung 🙂 und denke zudem, dass ihr vielleicht auch ein Interesse hegt, so etwas mal zu machen und wissen möchtet, wie das ganze wirkt.

In der weiteren Hoffnung, dass dabei auch ein paar schöne Zuckerfrei-Rezepte für den Blog herausspringen, nehme ich Euch also mit auf die Reise – wahrscheinlich nicht täglich, aber immer wieder mit Updates!

Heute also TAG 1!

Gestern Abend war Silvester, wir hatten einen sehr gemütlichen Familienabend und uns dazu ein 4-Gänge-Menü gezaubert (das Rezept von den selbst gemachten Ravioli poste ich bald, die waren wirklich genial…). Zum Abschluss gab es gegen viertel vor 12 ein köstliches Tiramisu und das habe ich noch einmal so richtig genossen. Jeden Bissen vom Löffel gelutscht. Leider ist etwas übrig geblieben. Und das steht jetzt in unserem Kühlschrank und lacht mich an. Verrückt, aber wenn man über Monate Süßigkeiten zwischendurch gegessen hat, dann gehen die Gedanken doch irgendwie immer unbemerkt zu den Dingen, die einen da noch im Kühlschrank, im Regal, in der Keksdose zuckersüß anlächeln…

Zweite Herausforderung heute: Auf unserem Neujahrsspaziergang musste ich auf einmal furchtbar dringend auf die Toilette. Was hatte als einziges in der Nähe auf? Das Café Maldaner, berühmt für seine Petit Fours, Torten, Windbeutel… Wir sind also rein, meine Tochter sofort „Ich hab ein bissi Hungi!“ und mein Mann warf sehnsüchtige Blicke auf die Windbeutel. Während mein Mann einen Windbeutel verschlang, bekam meine Tochter einen Petit Four (mit Glücksschweinchen drauf, das war wohl der größte Anreiz…). Und noch schlimmer war, dass sie ihn dann nicht mochte und liegen ließ. Mein Magen knurrte mittlerweile, aber ich habe durchgehalten und nicht mal die Finger abgeleckt, nachdem meine Tochter mir liebevoll ihre Hand in meine gedrückt hat, um den Zuckerguss loszuwerden. Am Anfang ist man wohl noch ziemlich übermotiviert…

Für heute habe ich also (bisher) wunderbar durchgehalten. Zum Frühstück ernähre ich mich sowieso meist gesund mit dem leckeren Kokos-Porridge, wobei natürlich in den Rosinen und dem Trockenobst auch einiges an Fruchtzucker versteckt ist… Vielleicht mache ich dann doch ein „trockenes“ Porridge ohne Trockenobst und hebe mir das Fruchtzucker-Kontigent für das frische Obst auf…

FAZIT TAG 1

Es klingt bescheuert aber es bestätigt nur umso mehr, dass es dringend nötig ist: Es ist mir richtig schwer gefallen heute. Ich habe auch den ganzen Tag so ein unbefriedigtes Essensgefühl, als würde etwas fehlen. Mein Gang in die Küche ist automatisch und erst im Moment, wo ich die Schranktür öffne, realisiere ich, dass ich gerade auf der Suche nach einem Leckerli war… 🙂 Und ich dachte dann immer, ach komm, dann fang halt morgen an. NÖ! HEUTE! 01.01.2018. Hab durchgehalten 😉

 

Ich halte Euch auf dem Laufenden – jetzt erstmal aber Euch allen einen tollen Start ins neue Jahr und alles Gute!

 

 

*Quelle: FÜR SIE – Alles Wichtige über die zuckerfrei-Challenge. http://www.fuersie.de/kitchen-girls/tipps/blog-post/alles-wichtige-ueber-die-zuckerfrei-challenge (Stand: 01.01.2018).

Foto: http://www.pixabay.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s